Chado: Der Weg des Tees und die Philosophie des Wabi-Sabi
Im 16. Jahrhundert revolutionierte Teemeister Sen no Rikyu die japanische Teekultur: Er verbannte kostbares chinesisches Goldporzellan und erhob schlichte, unvollkommene Keramik – Wabi-Cha – zum höchsten ästhetischen Ideal. Die vier Prinzipien Wa (Harmonie), Kei (Respekt), Sei (Reinheit) und Jaku (Stille) bilden das Fundament.
Jeder Handgriff – vom Schlagen des Matchas mit dem Bambusbesen (Chasen) bis zum Drehen der Teeschale (Chawan) – zelebriert die Einmaligkeit des Augenblicks: Ichi-go ichi-e (Einmalige Begegnung).